Mobilität ist ein Grundrecht. Doch in Köln hängt sie oft vom Geldbeutel, Wohnort oder körperlichen Voraussetzungen ab. Wir fordern: Verkehr muss für alle zugänglich, verlässlich, emissionsarm, sicher – und kostenlos sein. Dafür setzen wir uns ein – sozial, ökologisch und solidarisch.
Die KVB steckt in einer Dauerkrise: Ausfälle, Verspätungen, kaputte Rolltreppen und unzureichende Barrierefreiheit prägen den Alltag. Viele Veedel haben keinen Schienenanschluss. Wir fordern eine verlässliche, gut ausgebaute KVB, die ganz Köln verbindet – pünktlich, bequem und inklusiv.
Köln braucht eine umfassende Verkehrswende – weg vom Auto, hin zu Fuß-, Rad- und öffentlichem Nahverkehr. Statt Milliarden in Tunnelprojekte zu versenken, fordern wir Investitionen in den oberirdischen Ausbau: 100 km neue Schienen, Taktverdichtung, neue Rheinquerungen für Bahn, Rad und Fuß.
Wir fordern den Ausbau der KVB in alle Stadtteile: Von Finkenberg bis Worringen, von Rondorf bis Blumenberg. Eine Mobilitätsoffensive, finanziert durch ein 2,5-Mrd.-Investitionsprogramm, Zuschüsse von Land und Bund sowie eine Nahverkehrsabgabe für große Betriebe. Verkehr ist Daseinsvorsorge.
Unser Ziel: Kostenlose Nutzung der KVB für Schüler*innen, Azubis und Studierende – perspektivisch Nulltarif für alle, wie in Luxemburg. Parallel muss die Barrierefreiheit aller Haltestellen umgesetzt werden. Mobilität darf nicht vom Einkommen abhängen – und nicht vom Glück, im Zentrum zu wohnen.
Auch der Rad- und Fußverkehr braucht endlich Vorrang. Breite, sichere Wege, Entflechtung der Verkehrsarten, klare Regelung für E-Roller, autofreie Veedelszentren und Tempo 30 in ganz Köln: So schaffen wir Platz und Sicherheit für alle, die klimafreundlich unterwegs sein wollen.
Fußwege müssen barrierefrei und komfortabel sein – mit Platz für Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühle. Der öffentliche Raum muss zum Verweilen einladen: mit Bänken, Bäumen und Schatten. Der Verkehr darf nicht dominieren – er soll verbinden.
Die bestehende Verkehrspolitik setzt auf prestigeorientierte Großprojekte statt auf alltagstaugliche Lösungen. Wir sagen: Hände weg vom Innenstadt-Tunnel unter der Ost-West-Achse. Jeder Euro gehört in den Ausbau vor Ort – für die Menschen, nicht für Betonwüsten.
Mobilität bedeutet Teilhabe – an Bildung, Kultur, Arbeit und Freizeit. Eine gerechte Verkehrswende beginnt in den benachteiligten Veedeln. Schienenanschluss, gute Busverbindungen und sichere Radwege müssen zuerst dort entstehen, wo bisher Mobilität ein Luxus ist.
Wir fordern eine Stadt, die sich bewegt – aber in die richtige Richtung: klimaneutral, sozial gerecht und inklusiv. Dafür braucht es keine Visionen, sondern politischen Willen. Köln kann das. Gemeinsam schaffen wir die Verkehrswende – wenn wir den Mut haben, umzuverteilen.